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Aktuelles

Hier geben wir dir einen Einblick in unser Programm und unsere Aktivitäten.

Die grösste Herausforderung im Tandemprogramm "Gemeinsam hier" ist die Suche nach neuen Freiwilligen. Wer sich in einem Tandem mit einer geflüchteten Person engagiert, sollte während sechs bis zwölf Monaten regelmässig Zeit haben für Treffen. Die Tandemteilnehmenden werden begleitet und unterstützt vom Team des Tandem-programms. Sie können jederzeit Fragen stellen und werden zu Erfahrungsaustauschtreffen, Weiterbildungen sowie geselligen Veranstaltungen mit anderen Tandems eingeladen.


Seit eineinhalb Jahren arbeitet das Tandemprogramm "Gemeinsam hier" mit der Onlineplattform Karma Lama zusammen. Karma Lama hat sich auf die Suche nach Freiwilligen spezialisiert und geht dabei in der Zusammenarbeit mit Organisationen neue Wege. So sind zum Beispiel bereits zwei Videos entstanden: Eines begleitet ein Tandem aus dem Bezirk Horgen bei einem Tandemtreffen, das neuste Video zeigt Regula Hauser, Leiterin des Tandemprogramms "Gemeinsam hier", im Gespräch mit Sabrina Trachsler, Mitgründerin der Onlineplattform Karma Lama.


Ein grosses Dankeschön an Karma Lama für die innovative und inspirierende Zusammenarbeit mit dem gemeinsamen Ziel, neue Freiwillige zu finden für das Tandemprogramm "Gemeinsam hier"!


Die Onlineplattform Karma Lama ist der perfekte Match für die Freiwilligensuche des Tandemprogramms "Gemeinsam hier"


Nafisa und Julia haben sich im Sommer 2025 auf dem Ausflug des Tandemprogramms in den Bruno Weber Park kennengelernt. Die beiden waren sich sofort sympathisch und beim Verabschieden tauschten sie ihre Telefonnummern aus.


Seit Februar 2026 sind die zwei Frauen aus Schlieren im Tandem. Sie treffen sich wöchentlich und üben gemeinsam Deutsch oder gehen in der Umgebung spazieren. Im Wald hat Nafisa Vögel entdeckt, die auch in Afghanistan leben und andere, die sie zuvor noch nie gesehen hat. Julia war überrascht, dass es in Afghanistan und in der Schweiz die gleichen Vogelarten gibt, obwohl die zwei Länder so weit voneinander entfernt sind.


Im Tandem grosse Deutsch-Fortschritte machen und auf Spaziergängen Blumen bestaunen


Sowohl bei den Deutsch-Hausaufgaben als auch auf den Spaziergängen unterhalten sich die Tandempartnerinnen über Persönliches. Nafisa erzählt, dass sie die Früchte aus Afghanistan vermisst. Damit Julia sich diese Früchte besser vorstellen kann, offeriert Nafisa ihr getrocknete Aprikosen, die ihre Mutter geschickt hat.


Einmal hat Nafisa für Julia Bolani zubereitet. Das ist ein traditionelles afghanisches Gericht: Ein knusprig gebackenes Fladenbrot, gefüllt mit einer würzigen Mischung aus Kartoffeln, Lauch und Zwiebeln, serviert mit einem Joghurt Dip mit Minze. Julia kannte diese afghanische Spezialität noch nicht und sie hat ihr sehr geschmeckt.


Julia lernt gerne neue Personen kennen und es ist ihr wichtig, etwas an die Gesellschaft zurückzugeben. Deshalb hatte sie die Idee, ein Tandem mit einem geflüchteten Menschen zu beginnen, bereits seit längerem im Hinterkopf. Als sie dann im letzten Jahr aufgrund eines Stellenwechsels mehrere Monate frei hatte, war für Julia der Moment gekommen, sich in einem Tandem zu engagieren. Das Tandem mit Nafisa ist bereits ihr zweites Tandem.


Julia spricht mit Nafisa über ihre Pläne, beruflich bald mehrere Wochen im Ausland zu verbringen. Während dieser Zeit werden sie die Tandemtreffen online per Videocall weiterführen. Wenn Julia wieder zurück ist, möchte sie Nafisa die Bibliothek Schlieren zeigen. Dort gibt es nicht nur viele interessante Bücher zum Ausleihen, sondern auch einen einladenden Sitzbereich mit Kaffee, Tee, Zeitungen und Magazinen, der sich bestens eignet für das gemeinsame Deutschüben.

Tetiana und Jenny aus Dietikon sind seit Anfang Jahr im Tandem. Die beiden Frauen teilen zahlreiche gemeinsame Interessen wie Wandern, Kultur und die Liebe zu Tieren. Deshalb freut sich Tetiana immer besonders, wenn Jennys Hund zu einem Tandemtreffen mitkommt. Sie treffen sich meistens am Sonntag, da Tetiana unter der Woche arbeitet.


In ihrer Jugend ist Tetiana oft gewandert und es macht ihr Spass, dieses Hobby nun gemeinsam mit Jenny wieder zu pflegen. Zusammen waren sie auch an der Velobörse in Kilchberg. Dies inspirierte Tetiana dazu, sich ein Velo zu kaufen. Bei einem ihrer Treffen unternahmen die zwei Frauen dann eine Velotour zum Kloster Fahr.


Tetiana mag handwerkliche Arbeiten und engagiert sich deshalb freiwillig im Bruno Weber Park. Dort reinigt und restauriert die Ukrainerin einzelne der unzähligen farbigen und fantasievollen Skulpturen des Dietiker Künstlers. Einmal hat sie Jenny in den Skulpturenpark eingeladen und ihr die schönsten Plätze im verwinkelten Park gezeigt.


Als Expertin führte Tetiana ihre Tandempartnerin durch den Bruno Weber Park.
Als Expertin führte Tetiana ihre Tandempartnerin durch den Bruno Weber Park.

Jenny hat bereits bei anderen Organisationen Erfahrungen mit Tandems gesammelt. In ihren Augen ist es eine Aufgabe der Gesellschaft, gelingende Integration zu ermöglichen. Für die Integration von geflüchteten Menschen findet Jenny Tandems besonders wertvoll. Jenny schätzt es, im Tandem mit Tetiana mehr über die ukrainische Kultur zu erfahren. «In einem Tandem werden Dinge sichtbar, die sonst im Verborgenen bleiben», verrät die Freiwillige.


In der Ukraine ging Tetiana oft in die Oper und es überraschte sie, dass Jenny noch nie in der Oper war. Deshalb nahmen die beiden im Februar an einer Führung im Opernhaus teil. Tetiana wollte am liebsten auch eine Aufführung besuchen. Sie ist immer auf dem Laufenden, was in Zürich kulturell läuft und entdeckte vergünstigte Tickets für ein Ballett. Gemeinsam genossen die zwei Frauen diese Ballettaufführung im Opernhaus Zürich: Ein Highlight für dieses Tandem!


Die Ideen für neue Tandemaktivitäten gehen den Tandempartnerinnen aus Dietikon nicht aus: Als nächstes stehen ein Besuch im Landesmuseum und eine Partie Minigolf auf dem Programm.


Mit dem Tandem im Opernhaus: Ein besonderes Erlebnis für Tetiana und Jenny!
Mit dem Tandem im Opernhaus: Ein besonderes Erlebnis für Tetiana und Jenny!

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