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Aktuelles

Hier geben wir dir einen Einblick in unser Programm und unsere Aktivitäten.

Seit über vier Monaten sind Hamon und Timo zusammen im Tandem. Timo erinnert sich an eine ihrer ersten gemeinsamen Aktivitäten: «Wir unternahmen eine Wanderung zum Egelsee und zum Hasenberg Aussichtsturm bis nach Mutschellen. Es war ein strahlender Frühlingstag und am Wegrand blühten erste Schneeglöckchen und Krokusse». Die Vielfalt der Schweizer Natur fasziniert Hamon. «So viele verschiedene Nadel- und Laubbäume, Sträucher und Blumen habe ich in meiner Heimat Afghanistan noch nie gesehen!», staunt er.


«Was macht ihr eigentlich in der Kirche?» wollte Hamon von seinem Tandempartner wissen. Timo vermutete, dasselbe wie in der Moschee. Beide wussten es nicht so genau. Deshalb besuchten sie am Karfreitag den Gottesdienst in der St. Agatha Kirche in Dietikon. Später besuchten sie in der Stadthalle Dietikon das Aschura-Fest, ein bedeutender Feiertag in der muslimischen Welt. Diese Erfahrungen waren für Hamon und Timo besonders und halfen ihnen, Gemeinsamkeiten zu erkennen und Vorurteile abzubauen.


Für die beiden war schnell klar, dass Wandern und Fussball ihre gemeinsamen Interessen sind. Im Juni unternahmen sie eine Bergwanderung im Appenzellerland und besuchten ein Spiel der Frauenfussball-Europameisterschaft. «Das waren zwei Highlights in unserem Tandem!», sind Hamon und Timo einig.


Hoch hinaus im Tandem! Wanderung von der Ebenalp zum Seealpsee

Im Team von «Gemeinsam hier» gibt es ein neues Gesicht: Lea Merkli übernimmt die Stelle als Tandemkoordinatorin.



Lea blickt voller Energie und Motivation auf das, was vor ihr liegt: «Ich freue mich sehr, Teil des Programms zu sein! In den nächsten Monaten werde ich Tandems begleiten, Gespräche führen, Erfahrungsaustauschtreffen organisieren und mithelfen, dass noch mehr schöne Begegnungen entstehen. Ich bin gespannt auf alles, was kommt – und auf viele inspirierende Menschen.»

Khairullah und Bernhard blicken auf eine abwechslungsreiche Zeit im Tandem zurück. Sie haben viel erlebt und regelmässig gemeinsame Spaziergänge unternommen. Bei einem Besuch im Landesmuseum und am Eidgenössischen Trachtenfest in Zürich kamen sie Schweizer Geschichte, Tradition und Kultur auf die Spur.


Auch Bernhards Ehefrau Sabina beteiligte sich aktiv an diesem Tandem, zum Beispiel beim kulinarischen Austausch. Sabina bereitete sonntags oft ein Abendessen zu und Khairullah verwöhnte seine Tandempartner zweimal mit afghanischen Spezialitäten.


Zusammen mit Sabina vertiefte Khairullah seine Kenntnisse in Mathematik und Deutsch. Vor kurzem erstellte er für eine Projektarbeit an der Berufsschule eine Meinungsumfrage. Mit Sabinas Unterstützung gelang Khairullah eine gezielte Recherche für dieses Projekt. Beide freuen sich über die hervorragende Note, die Khairullah für seine Meinungsumfrage erhalten hat.


Während des Tandems hat Khairullah zwei Meilensteine erreicht: Er hat eine Lehrstelle und eine neue Wohnung gefunden. Auf beide Ziele hat er zusammen mit seinem Tandempartner hingearbeitet. Bernhard betont, dass Khairullah viel Eigeninitiative und Engagement gezeigt hat. Dank einem empathischen Berufsberater und einem afghanischen Kollegen fand er bald eine passende Lehrstelle. Für die Wohnungssuche konnten die beiden zudem auf die Unterstützung von map-F und direkten Kontakten zu Anlaufstellen zählen.


Rückblickend auf das Tandem erzählt Khairullah: «Im Tandem habe ich viel neues Wissen für mein selbständiges Leben in der Schweiz gesammelt. Das motiviert mich für zukünftige Ziele und ich kann mein Wissen an andere Geflüchtete in der Schweiz weitergeben.» Bernhard hat durch die Teilnahme am Tandemprogramm «Gemeinsam hier» sowohl in Bezug auf das Asylwesen als auch auf die Lehrstellensuche neue Zusammenhänge erkannt. Khairullah und Bernhard sind einander dankbar für die wertvollen Erfahrungen, die sie im Tandem gewonnen haben.



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